Samstag, 29. April 2017

Morgen lassen wir die Hexe brennen. DIY Hexe aus Stecken, Zeitungspapier und Stoffresten




Walpurgisnacht, das Hexenfest schlechthin, das jeder kennt. Feste werden veranstaltet auf dem Brocken im Harz und auch anderswo. Die Nacht zum ersten Mai war unseren Vorfahren von besonderer Bedeutung. In dieser Nacht wurden Freudenfeuer entzündet, um den Frühling zu begrüßen. Im Harz versammelten sich die Menschen um diese Feuer, tanzten um sie und sprangen vor Freude durch die Flammen.

Geht man zwischen zwei Walpurgisfeuer durch, soll dies reinigen und Seuchen fernhalten. Heute nennt sich dieser Brauch "Hexenbrennen" oder "Maifeuer". Beim Entfachen des Feuers sollen böse Geister vertrieben werden.

Auch wir mögen dieses Fest jedes Jahr und eine selbst gebastelte Hexe macht das Brauchtum zu einem richtig tollen Erlebnis.

Material:
- Styroporkugel oder Kugel aus Zeitungspapier
- 7 größere Stecken,  viele kleinere Äste
- ein quadratisches Stück Holz
- Zeitungspapier
- Stoffreste oder Tuch
- Malkasten, Stifte
- Bast oder Wolle,
- Tonpapier,
- Bastelkleber, Klebestift oder Klebepistole
- doppelseitiges Klebeband
- Schere
- Bohrer

Arbeitsschritte:

Das Kleid

Dieses Kleid wurde aus einem alten Bettbezug genäht, es genügt aber auch, Stoffreste um das Kreuz zu wickeln oder ein altes Puppenkleid zu verwenden.



Der Hut


Den Hut haben wir aus Papier gebastelt. dazu einfach einen großen Kreis aufgemalt und ausgeschnitten und diesen Kreis noch einmal innen mit kleinerem Durchmesser für die Hutkrempe ausgeschnitten, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Dazu kommt ein Halbkreis, an dem man ein paar Laschen extra dran lässt, den man trichterförmig zusammenrollt, an der Seite fest klebt.

Die Laschen werden dann noch oben geklappt und darauf setzt man sie Hutkrempe und klebt diese ebenfalls fest. Der Hut wird später dann schwarz angemalt.

Zubehör
Für den Besen nehmt auch ein paar Bast oder Wollfäden, bindet diese zusammen und steckt ein längeres Stöckchen hinein.

Der Körper 
Sucht im Garten oder im Wald einen größeren dünnen Stecken und kleinen Äste. Hieraus entsteht der Grundkörper für den Hexenkörper sowie das Gestell, um sie danach auch sicher ins Feuer stellen zu können, denn dieses Hexlein ist einzig und allein dafür gedacht. Für das Gestell wird ein "Hocker" gebaut, oben ein kleines Stück Holz, in das ein Loch gebohrt wird und daran kommen vier Füße aus Stöcken, die kann man fest tackern oder mit Klebeband binden.

Als Kopf
....nehmt am besten eine fertige Styroporkugel.
Alternativ nehmt ein Blatt Zeitungspapier und knüllt dieses zu einer Kugel und umwickelt es mit einer gebrauchten Alufolie. Wir haben für die Augen und den Mund Tonpapier zugeschnitten, Augen und Zähne aufgemalt und aufgeklebt. Als Nase diente ein krummes Stöckchen.


Aus Wolle oder Bast kann man nun ein paar Haarsträhnen ausschneiden und auf den Kopf kleben. Dazu haben wir doppelseitiges Klebeband verwendet. Oben drauf setzt man den Hut.

Stecht mit einer Schere ein etwas tieferes Loch in die Kugel, gebt Bastelkleber in das Loch und drückt den Stecken hinein. Lasst das Ganze ein paar Minuten gut trocknen. An diesen Stecken befestigt man mit einem Tacker eine Querstrebe ( sieht dann aus wie ein Kreuz). An diesem befestigt man die Arme ( kleine dünne Äste)


Nun wird die Hexe angezogen, den Körper kann man noch mit Zeitungspapier ausstopfen und fertig ist die Dekoration fürs Walpurgisfeuer.

Bei uns ist es seit meiner Kindheit Brauch, die Hexen im Feuer zu verbrennen. Man kann dazu unzählig viele Walpurgisfeuer in der Gegend besuchen oder aber man veranstaltet seine eigene kleine Party am Lagerfeuer. Gerade wenn Kinder dabei sind macht es dabei großen Spaß, auch hier eine Hexe dem Feuer zu opfern und diese ist aus Naturmaterial blitzschnell gebastelt.



Ist die Hexe verbrannt, sind die bösen Geister vertrieben 😁😁