Freitag, 27. Januar 2017

Zu Fuß durch's mittlere Göltzschtal, der Alaunwanderweg



Das Gebiet zwischen der Mündung des Plohnbaches bei Lengenfeld und Mylau heißt Mittleres Göltzschtal. Das mittlere Göltzschtal eignet sich hervorragend für Radtouren und Wanderungen. 




Start und Ziel ist das Alaunbergwerk Mühlwand *.  


Das eigentliche Alaunwerk Mühlwand bestand von 1691 bis 1827. Danach war es fast nur noch das Bergwerk erhalten. Nicht Kohle oder Erz wurde hier einst gewonnen, sondern Alaunschiefer: ein schwarzes, chemisch aktives Gestein, welches in Sachsen nur an sehr wenigen Orten zu Tage tritt und abgebaut wurde. Aus ihm gewannen die Alaunsieder mit beinahe alchemistisch anmutenden Verfahren den Alaun, ein einstmals hochgeschätztes und teures schwefelsaures Salz

Im Juni 2013 wurde der Weg und auch das Bergweg durch das Hochwasser so sehr beeinträchtigt, dass man ihn danach nicht mehr besuchen konnte. Inzwischen sind diese Schäden aber behoben. 


Das Bergwerk entpuppt sich als kleine Minigrottenhöhle mit schönen Tropfsteinen.



Von wetterfesten Tafel erfahren die Wanderer interessante Details zur Natur- und Kulturgeschichte der Kleinlandschaft zwischen Mylau und Lengenfeld.



Zuerst geht man an der Jugendherberge vorbei nach Buchwald, vorbei an Käppels Flossteichen. 



Von dort aus wandert man am Rotwildgehege vorbei. Wer möchte , stattet dem Vogtländischen Goldmuseum noch einen Besuch ab. Im privat geführten Goldmuseum** in der vogtländischen Ortschaft Buchwald blitzt und funkelt es, wohin man auch sieht. 





Gezeigt werden hier vor allem Goldfunde aus der Göltzsch und vielen vogtländischen Bächen. Neben diesem echten „Vogtlandgold“, sind auch Goldstücke aus aller Welt zu sehen. Erklärt wird das alles ganz liebevoll vom "Hauseigentümer". 

** Die Geschichte der Goldsucherei im Göltzschtal durchlief in etwa drei Etappen. Ältesten, jedoch unbestätigten Nachrichten zufolge wurde das Gewerbe wohl schon ab dem 13./14. Jahrhundert hier betrieben. Es kam jedoch infolge des Hussitenkrieges (1426-33), bei dem auch das Göltzschtal plündert durchzogen wurde, zum erliegen. Eine zweite, ab 1564 mit Dokumenten belegbare Hochphase beendete der unheilvolle Dreißigjährige Krieg (1618-48) und seine chaotischen Folgejahre.




Kinder können sogar selbst nach Edelsteinen suchen.



Weiter geht es  durch das Holzbachtal bergab zum Göltzschtal  und durch das Göltzschtal nach Mühlwand zurück.

Dabei hat man in der leicht gewundenen Talaue teils bewaldete, teils beweidete Hänge mit Höhen bis zu 100 m zur Seite. Eine schöne Route von ca. 9 km hat man danach absolviert.


Karteninfos gibt es hier