Samstag, 12. März 2016

DIY Durchlöcherte Eier - wie ein Ei zum Kunstwerk wird




Gravierte Ostereier haben eine lange Tradition in der Volkskunst. Mit etwas Geschick und dem passenden Werkzeug lässt sich jedes ausgeblasene und trockene Ei kunstvoll mit Löchern im Spitzen-Look versehen.




Du benötigst
  • Multifunktionswerkzeug z.B. von Dremel
  • Biegsame Welle
  • Bohrfutter
  • Diamantbestückter Fräser
  • Präzisionsbohrersatz (Bohrer mit 0,8 oder 1 Millimeter)
  • Eierabstandshalter ( für das leichtere Arbeiten, es geht auch ohne)
  • Weicher Bleistift
  • weicher Radiergummi
  • ( Ausgeblasene) Eier 


Längst nicht jedes Ei eignet sich für die Bohrtechnik. Eier mit Sprüngen in der Schale sind selbstverständlich unbrauchbar. Ebenso Eier, die unregelmäßig geformt sind. Aber auch Eier mit "Kalk-Pickeln", kleinen Unebenheiten auf der Oberfläche sind nicht geeignet - liegt ein solcher Auswuchs an einer Stelle, an der gebohrt wird, gerät die Schale beim Bohren in Schwingungen und platzt. Auch andere Unregelmäßigkeiten der Schale wie Rillen disqualifizieren ein Ei. Je glatter die Schale ist, desto besser. Geeignet sind besonders Hühner- Gänse- oder Straußeneier. 




Zunächst muss man die Eier ausblasen, mit Wasser und Desinfektionsmittel auswaschen und gut trocknen lassen. Oder man kauft schon fertig ausgeblasene Eier, die gibt es im Deko Laden oder online. So haben wir es gemacht. 

Am Anfang steht die Idee. Die bringt man am besten erst einmal zu Papier.Diese können gerade sein und um das Ei herumführen.

Oder man probiert sich gleich an speziellen kreisförmigen Mustern, was wir besser fanden, denn da fällt es nicht auf, wenn man sich mal verbohrt.




 Zunächst zeichnet man mit dem weichen Bleistift Hilfslinien auf die Schale des Eis. 



In den entstandenen Kreisen oder Vierecken werden später die Lochmuster eingraviert. Oder man beschränkt sich auf verschiedene Kreise, die man mittels Kreisschablone setzen kann.



Bevor etwas angezeichnet werden kann, muss natürlich erst einmal die Idee für ein Muster vorhanden sein. Dabei ist natürlich einiges zu berücksichtigen. Bei Löchern bis 4 mm Durchmesser sollte der Abstand der Löcher nicht unter 5 mm liegen (wenn mehrere 4 mm-Löcher nebeneinander liegen, sind eher 6 mm zu empfehlen).


Auch darf nicht vergessen werden, dass die Eier nicht nur nicht kugelförmig sind, sondern auch noch nicht ellipsoid.



Mit etwas Phantasie ist es aber dennoch möglich, viele verschiedene Muster zu erzeugen. 

Für präzise Arbeiten wird gutes Werkzeug benötigt. Mithilfe einer biegsamen Welle und einem diamantbestückten Fräser werden vorsichtig die ersten Löcher in die Eierschale gebohrt.


Das vorsichtig fixierte Ei wird nach und nach bearbeitet – winzige Löcher werden in die Kalkschale gebohrt.

Für feine Löcher benötigt man einen feinen Bohrer. Sollen eng hintereinander folgende Löcher das Ei zieren, wechselt man den Fräser gegen den Präzisionsbohrer mit 0,8 oder einem Millimeter Durchmesser aus.


Toll und viel filigraner sehen die Muster aus, wenn man mit zwei verschiedenen Bohrerstärken Muster einfräst. 


Danach können die edlen Eier in einem Osternest drapiert werden oder als Teil des Osterkranzes dienen. Den werde ich euch auch bald hier vorstellen.



 Die fertigen Eier erinnern an feine Richelieu Stickerei.