Sonntag, 15. Juli 2012

Zu heiß, zu laut, zu klein, aber saulecker

So langsam neigen sich die Testwochen dem Ende zu, die ich mit dem Philips Airfryer verbracht habe. Ich werde mir trotz der bestehenden Vorteile das Gerät nicht kaufen, sondern nach Testende zurück senden. Meinen ausführlichen Bericht habe ich auf ciao und Amazon veröffentlicht.

Hier deshalb nur die Kurzfassung:


Desing/Anleitung/ Bedienung

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Die Anleitung des Airfryer ist ganz leicht und verständlich beschrieben und auch umsetzbar:
Temperatureinstellung und Zeitschaltuhr ist ohne stundenlanges Lesen der Bedienungsanleitung möglich. Nach dem ersten Grundreinigen ist das Gerät für den Einsatz bereit. Der Airfryer ist leicht aufzustellen, benötigt aber doch etwas Platz. Aber bitte unbedingt auf eine feuerfeste Unterlage!!! Das Kabel könnte etwas länger sein. Der Aufbau des Gerätes selbst ist erfreulich einfach. Es besteht aus dem Gerät selbst und der ein- und ausschiebbaren Pfanne, in die man den Korb einsetzt oder aus der man ihn herausnimmt. In den Korb kommt das, was zubereitet werden soll.
Der Garkorb kann noch einmal abgetrennt werden, sodass man zwei Speisen gleichzeitig zubereiten kann,allerdings empfinde ich die zuzubereitende Menge als zu wenig, Gäste kann man damit eher nicht bewirten, es sei denn, man bereitet nur die Beilagen zu. Für Pommes liegen die Maximalmengen bei 750g .Die Lebensmittel kommen in den Frittierkorb ohne Öl oder Fettzugabe !!!!!! Möglich macht das die Rapid- Air- Technologie. Dabei zirkuliert heiße Luft schnell im Gerät und zusätzlich sorgt das Grillelement dafür, dass das Essen schnell fertig wird.
Man benötigt hier zum Beispiel bis zu 80 % weniger Fett bei Pommes, als bei einer herkömmlichen Fritteuse. Temperatur und Zeit eingestellt und schon geht es los. Lebensmittel rein in den Korb und in den Airfryer schieben, das wars.

Temperatur einstellen


Zeit einstellen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man grundsätzlich ein paar Minuten zugeben sollte, als der Hersteller empfiehlt, dann bekommt man ein optimaleres Ergebnis. Bei einigen Gerichten, so auch den Kartoffeln, soll man die Zutaten nach der Hälfte der Zeit einmal durch schütteln. Damit werden sie gleichmäßiger. Das finde ich weniger gut , so ist man doch hier auch "an den Herd gebannt".
Ist die Zeit abgelaufen, ertönt ein Klinggeräusch ( so ein kurzes Pling) und das Gerät schaltet sich selbständig ab. Der Korb läßt sich mit Hilfe einer Entriegelungstaste leicht aus der Pfanne lösen.

Im Betrieb ist das Gerät relativ laut durch den Umluftmotor und hinter dem Gerät kommt eine Menge feuchte Luft raus, daher muss man ihn am besten offen hinstellen, also nicht unter Schrankteile. Ich habe ihn zuletzt auf ausgeschaltete Herdplatten unter die Dunstabzugshaube gestellt.


Leider finde ich das Gerät als zu laut, das ständige Brummgeräuschdes Ventilators empfinde ich als unangenehm. Auch kommt der Airfryer nicht ohne Geruchsbildung aus, man merkt das nicht so sehr , wenn man daneben stehen bleibt und wartet, ich aber bin mal eine Etage höher gegangen, habe Wäsche im Bad aufgehängt und als ich wieder kam in die Küche, war der Geruch von " Frittiergut" doch deutlicher zu schnuppern, als vom Hersteller versprochen.Auch das stört mich ein wenig.

So richtig negativ empfinde ich aber, dass das Gerät außen brennend heiß wird, man es also unbedingt vor Kindern fern halten muss und auch selbst aufpassen muss, damit man sich nicht verbrennt, gerade wenn man den Garkorb herausnimmt.

Lebensmittelzubereitung

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Insgesamt ist die mögliche zuzubereitende Menge nicht sehr groß. Damit empfiehlt sich der Airfryer von vorneherein nicht für größere Familien, sehr wohl aber für Singles und Paare. Positiv ist, dass man das Gerät nicht vorheizen muss, man kann also gleich loslegen.


So sehr ich auch über Geruch, Geräusche und Hitzeentwicklung schimpfe, das Gerät ist zur Zubereitung von Speisen, die man normalerweise im Fett ausbäckt ideal, perfekt, genial. Hier muss ich mich mit Lob überschlagen. Egal was man darin zubereitet es wird einfach Spitzenmässig. Wir haben echt schon einiges ausprobiert: die Klassiker zuerst Pommes, Kroketten, Herzoginkartoffeln, aber eben auch Hühnchen, Wachteln, Frühlingsrollen, Nuggets, Schnitzel, paniertes Fischfilet, gefüllte Champignons, Gemüse wie Blumenkohl, Mozzarellasticks, Fischstäbchen, Quarkkeulchen. Sehr zu empfehlen sind auch selbst gebrannte Mandeln oder Nüsse, die haben echte Jahrmarktsqualität.



Reinigung

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Die Einsätze des Airfryers sind zwar spülmaschinenfest, allerdings sollte man schon eine große Spülmaschine haben. In unsere passten die Teile nicht rein, daher blieb nur das aufwändige Schrubben per Hand. Der Einsatz hat ein Gitter, an dem leider Speisereste festbacken und das Reinigen geht nicht ohne vorheriges Einweichen des Korbes.
Den Airfryer außen wische ich nur mit einem feuchten Tuch ab.

Fazit


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Positiv:Er begeistert durch einfache Handhabung,die fertigen Speisen haben einen sehr guten Geschmack, sind knusprig und trotzdem nicht trocken,endlich kann man gesund fritieren, und viele verschiedene Speisen darin zubereiten.


Negativ:
Das Gerät ist etwas zu laut und wird im Betrieb außen zu heiß.
Dennoch gebe ich eine Weiterempfehlung!