Dienstag, 2. März 2010

Es lebe Theodor Fontane

Mein Theateraboabend im März galt Effi Briest:

Die junge Effi Briest schwelgt im elterlichen Zuhause in Hohen-Cremmen übermütig und sorglos in Tagträumen, bis ein ehemaliger Verehrer ihrer Mutter im Hause Briest auftaucht und um ihre Hand anhält. Geert von Innstetten  ist zwar viel älter als das Fräulein von Briest, aber ein stattlicher Mann, der Reichtum und die Zugehörigkeit zur großen Gesellschaft verspricht. Effi, voller Neugier auf die Welt, stürzt sich freudig ins Eheleben. Doch statt Mittel-Loge und Galaoper erwartet sie im hinterpommerschen Kessin nur der bucklige Apotheker Alonzo Gieshübler. Ansonsten plagen die Siebzehnjährige gähnende Langeweile und die Sehnsucht nach ihrem Elternhaus in Hohen-Cremmen. Geert arbeitet bis spät in die Nacht und überlässt seine junge Frau sich selbst und den Hausgeistern.  Ihr ängstliches Drängen, das „Spukhaus“ zu verlassen, bleibt ungehört. Innstetten will sich in der Öffentlichkeit nicht lächerlich machen. Die Geburt ihres Kindes Annie lässt kurzzeitig die Liebe zwischen Geert und Effi wieder erblühen. Doch schnell kümmert sich Baron von Innstetten erneut nur um seine Karriere und übersieht, wie seine junge Frau in der ländlichen Tristesse immer deprimierter wird. Bis Major von Crampas in Kessin erscheint und Effi mit witzigen Anekdoten, seiner Leichtlebigkeit und unwiderstehlichem Charme verführt. Bei den heimlichen Treffen in den Dünen erlebt sie zum ersten Mal Leidenschaft und Ekstase, doch gleichzeitig quält sie das schlechte Gewissen. Als Innstetten Crampas' feurige Briefe an Effi findet, fordert er ihn zum Duell, entzieht seiner Frau die gemeinsame Tochter und Effi bleibt allein und von der Gesellschaft verstoßen zurück.

Und wer jetzt Lust auf mehr hat, muss entweder das Buch nochmal lesen oder schaut es sich an ( ist inzwischen auch hochkarätig verfilmt worden).